Wahl in die Kirchensynode

Wählen Sie am 26. September Ihre Vertretung in das Kirchenparlament.
Nachdem bei der Ersatzwahl am 13. Juni keine der drei Kandidierenden das absolute Mehr erreichte, wird am 26. September das neue Mitglied für die Kirchensynode im zweiten Wahlgang gewählt. Bei dieser Wahl zählt das relative Mehr.

Zur Wahl stellen sich Gabriela Schneider, Embrach, sowie Carola Graf und Jessica Schuhmacher, beide aus Bülach. Die Kandidatinnen sind mit der reformierten Landeskirche eng verbunden; Carola Graf als Kirchgemeindeschreiberin in Bülach, Jessica Schuhmacher als Konflagerleiterin sowie als Protokollantin der Kirchensynode und Gabriela Schneider als Kirchgemeindeschreiberin in Volketswil.

Die Synode wurde 1895 geschaffen, in ihr sind sowohl Theologen wie Laien vertreten. Heute ist die Synode das Parlament der Evangelisch-reformierten Zürcher Landeskirche. Sie tagt in der Regel vierteljährlich und entscheidet massgeblich über die künftige Entwicklung der Kirche. Die Kirchensynode wird alle vier Jahre an der Urne gewählt. Die Wahlkreise entsprechen denjenigen für die Kantonsratswahlen. Wie in politischen Parlamenten sind die Synodalen in Fraktionen zusammengeschlossen. In der Zürcher Landeskirche sind dies die evangelisch-kirchliche Fraktion, die liberale Fraktion, die religiös-soziale Fraktion und der Synodalverein. Sie unterscheiden sich in erster Linie in ihren Werten und ihrer Haltung zur künftigen Ausrichtung der Landeskirche.

Sollte Carola Graf oder Gabriela Schneider gewählt werden, wird sie sich der liberalen Fraktion anschliessen, während sich Jessica Schuhmacher, Kantonsschullehrerin, dem Synodalverein anschliessen wird.

Am 26. September 2021 haben alle Stimmberechtigten der reformierten Landeskirche des Bezirks Bülach nochmals Gelegenheit, die Person in die Synode zu wählen, von der sie ihre Anliegen und Interessen am besten vertreten sehen. Gehen Sie an die Urne!

Michel Destraz
Präsident Bezirkskirchenpflege Bülach


Mehr zu den Fraktionen der Zürcher Landeskirche:
» Fraktionen der Kirchensynode

Mehr zu den Kandidatinnen:

Carola_Graf_Kachel (Foto: Esther Franel)

Carola Graf, Kirchgemeindeschreiberin
«Äs ghört sich eifach so» – ich komme aus einer wenig religiösen Familie. Wenn wir in die Kirche gingen, dann einfach weil es sich so gehörte. Erst im Konfunterricht ist die reformierte Kirche für mich Heimat geworden. Damals wie heute sind mir wichtig:

• demokratisch – wirkungsvoll, denn meine Stimme zählt und ich wirke mit
• liberal – hinterfragen, auseinandersetzen, neue Einsichten gewinnen und Gott erfahren
• frei – ich bin reformiert und ich glaube – vielleicht nicht immer wie Sie, aber doch gemeinsam

Seit über 20 Jahren arbeite ich in der Verwaltung von Kirchgemeinden, als Kirchgemeindeschreiberin in Bülach seit sechs Jahren. Den Austausch mit unterschiedlichen Menschen empfinde ich als sehr bereichernd und ich mag meine Aufgaben und meinen Wirkungskreis an der Basis. Aus dem volkskirchlichen Gedanken kandidiere ich für einen Sitz im landeskirchlichen Parlament. Die Synode ist in vielen Punkten massgebend für unsere Kirchgemeinden.

Gerne stelle ich meine Erfahrungen aus Kirchgemeinden zur Verfügung, um deren Anliegen Gehör zu verschaffen. «Äs ghört sich eifach so» gilt heute nicht mehr unbedingt so. Diese Herausforderung motiviert mich. Es ist mir ein Anliegen, mich für die Zukunft unserer Kirche mit Blick auf die Gemeinschaft und unser Handeln einsetzen zu dürfen.

Über Ihre Stimme freue ich mich sehr und danke Ihnen.

Gabriela_Schneider_Kachel (Foto: Esther Franel)

Gabriela Schneider, Kirchgemeindeschreiberin

Meine Qualitäten für das Amt als Synodale sind meine langjährige Erfahrung in der reformierten Kirche als Personalbereichsleiterin für die Pfarrschaft bei der Zentrale der Landeskirche und als Kirchgemeindeschreiberin bei einer mittelgrossen Kirchgemeinde im Bezirk Uster. Zusätzlich zu einer grossen Führungserfahrung – auch als in Embrach wohnende Mutter von drei heute erwachsenen Kindern – verfüge ich über eine sehr schnelle Auffassungsgabe und denke vernetzt. Ich möchte dazu beitragen, dass die reformierte Kirche auch in den nächsten Jahrzehnten gesellschaftlich noch relevant ist.

Als wichtige strategische Entscheide der Kirchensynode sehe ich zwei Themen der reformierten Kirche, für die ich mich einsetzen möchte:

• Finanzen inkl. Steuereinnahmen und Staatsbeiträge
• Kapitalanlagen insbesondere im Bereich Liegenschaften sowie Werterhaltung dieser

Die Einnahmen der Zentralkasse der Landeskirche sind die Beiträge der Kirchgemeinden sowie die Staatsbeiträge des Kantons Zürich. Mit der stetig sinkenden Zahl von reformierten Steuerzahlern wird die reformierte Kirche im Kanton Zürich immer weniger finanzielle Mittel haben. Bei den Kapitalanlagen sind die Ansprüche an Nachhaltigkeit gestiegen (Stichworte Ökologie, Erhalt der Schöpfung, Grüner Güggel). Die hohen Anforderungen an den Unterhalt und die Renovation der vielen kirchlichen Liegenschaften sind kaum mehr tragbar. Eine Unterstützung der Landeskirche wäre sehr hilfreich.

Jessica_Schuhmacher_Kachel (Foto: Esther Franel)

Jessica Schuhmacher, Kantonschullehrerin

«Über Gott reden» ist eines der Legislaturziele des Kirchenrats. Das müsste doch selbstverständlich sein, könnte man meinen. «Glauben» oder spezifischer «Gott» ist ein Thema, das mich von klein auf begleitet hat. Ich habe als Kind und Jugendliche viele Angebote der reformierten Kirchen besucht und später mitgestaltet.

Sowohl als Konflagerleiterin als auch als Kantonsschullehrerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass junge Menschen sehr wohl über Glauben sprechen möchten, man muss ihnen dazu lediglich ein offenes Ohr bieten. Kirche ist für mich ein Ort der Gemeinschaft, den auch junge Menschen durch Ihre Projekte bereichern sollten. Schliesslich sind es auch sie, die unsere Kirchen in die Zukunft tragen werden. Ich sehe mich in der Lage, mich für Anliegen der Jugendlichen sowie anderweitig frisch und fundiert einzusetzen. Ich bin ein sehr offener, organisierter und interessierter Mensch und habe als Protokollantin der Kirchensynode bereits einen guten Einblick in deren Tätigkeiten erhalten. Gerne möchte ich nun als deren Mitglied mitwirken und mich für unsere Kirchen einsetzen. Über Ihre Unterstützung würde ich mich sehr freuen.

«Kirche ist für mich ein Ort der Gemeinschaft, den auch junge Menschen
durch Ihre Projekte bereichern sollten.»
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