JA zur Fusion der drei Kirchgemeinden

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Hier können Sie alle Informationen zum laufenden Prozess KG+ der Kirchgemeinden Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten nachlesen.

Im Rahmen der zukünftigen Zusammenarbeit der Reformierten Kirchgemeinden Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten hat die zuständige Steuergruppe nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, sowie nach Annahme der revidierten Kirchenordnung durch das Stimmvolk beschlossen, die Arbeit in Richtung Fusion der drei Gemeinden weiterzuführen.

Der definitive Zusammenschlussentscheid ist letztlich Sache der Kirchgemeindeversammlungen in den betroffenen Gemeinden. Hier informieren wir Sie gerne regelmässig über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit.

Für Fragen steht Ihnen Rahel Rageth, Präsidentin der reformierten Kirchenpflege Bassersdorf-Nürensdorf, jederzeit gerne zur Verfügung.

28. November 2019
Warum nicht Illnau-Effretikon?

In Lindau ist an den runden Tischen und am Podium auch die Frage aufgetaucht, warum wir denn nicht mit Illnau-Effretikon den Zusammenschluss suchen, das wäre doch auch örtlich näher.

Das war 2015 auch unser erster Gedanke. Für das erste Treffen hat die damalige Präsidentin von Illnau Effretikon Vertreter aus den Kirchgemeinden Fehraltorf, Weisslingen, Kyburg und Lindau eingeladen, erst einmal, um sich kennen zu lernen. Nach weiteren Treffen waren dann noch Kyburg und Lindau interessiert. Die anderen Gemeinden haben sich in andere Richtungen orientiert. Es zeigte sich, dass die Vorstellungen über das Wie wir eine neue Kirchgemeinde werden wollen, nicht zusammenpassten. Illnau-Effretikon hatte eine Zeit des Zusammenwachsens gerade hinter sich und sich neue Strukturen erarbeitet. Diesen Prozess jetzt noch einmal mit Lindau und Kyburg durchzuarbeiten schien ihnen zu dem Zeitpunkt nicht sinnvoll. Wir wären herzlich willkommen, aber den gerade beendeten Prozess noch einmal mit zwei neuen Gemeinden anzugehen, waren sie nicht bereit. Wir andererseits konnten uns nicht vorstellen, uns einfach Illnau-Effretikon anzuschliessen. Wir haben danach unsere Annäherung mit Bassersdorf-Nürensdorf und Brütten weiterverfolgt, weil wir von ihnen die Zusage erhielten, dass alle Kirchgemeinden als gleichwertige Partner eine neue, gemeinsame Kirchgemeinde aufbauen wollen.

Das Argument, die Kirchen von Illnau und Effretikon seien mit dem ÖV besser erreichbar, hält einer genaueren Prüfung auch nicht einfach stand. Wie sollen Kinder oder Personen, die nicht mehr gut zu Fuss sind, jeweils die Kirchen erreichen, wenn sie mit dem Bus einmal in Effi sind? Sowohl die Kirche auf dem Rebbuck, wie auch die Kirche in Illnau sind nur umständlich zu erreichen. Dafür müsste wohl auch ein Fahrdienst gestellt werden, genau wie für Brütten oder Bassersdorf.

Es gibt immer gute Argument für eine und für die andere Seite. Wir als Kirchenpflege und unsere Mitarbeitenden haben viel Zeit und Herzblut in den Prozess gesteckt. Gemeinsam mit Bassersdorf-Nürensdorf und Brütten haben wir Rahmenbedingungen für einen Zusammenschluss geschaffen, hinter dem wir voll und ganz stehen können. Auch die drei Rechnungsprüfungskommissionen, die im Oktober die Zahlen der drei Gemeinden verglichen haben, sehen keinen Grund, aus finanzieller Sicht einen Einwand gegen die gelplante Fusion zu erheben. Der von uns erarbeitet Entwurf liegt nun dem Kirchenrat zur Überprüfung vor. Sobald er genehmigt ist, wird er auch veröffentlicht und wird Teil der Abstimmungsunterlagen sein, die Sie im Frühling erhalten werden. Dann stimmen die Mitglieder der drei Kirchgemeinden an der Urne über den Zusammenschluss ab.

Gudrun Mandic
Präsidentin Kirchenpflege Lindau



19. November 2019
Kirchenzusammenschluss aus Sicht von Brütten:
«Die Kirche bleibt im Dorf»


Der beabsichtigte Zusammenschluss der Kirchgemeinden Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten ist für die Kirchgemeinde Brütten ein wahrhaftiger Segen. Als Bezirksenklave Winterthur-Land bestehen zu den dazugehörigen Gemeinden kaum Kontakte oder gar Zusammenarbeiten, die einen Zusammenschluss rechtfertigen würden. Dies gilt ebenso für die nördlichen Gemeinden Embrach, Pfungen und Oberembrach.

Um einem drohenden Zwangszusammenschluss zuvorzukommen, nahm die Brüttemer Kirchenpflege frühzeitig Kontakt mit Lindau auf mit der Absicht, gemeinsam geeignete Anschlussgemeinden zu finden. Erste Gespräche mit den Vertretern der Kirchgemeinde
Bassersdorf-Nürensdorf entwickelten sich bald zum gemeinsamen Wunsch einer kirchlichen Grossgemeinde, zumal die ländlich geprägten Gemeinden bereits heute schon in diversen Bereichen (Feuerwehr, Schiessverein, Oberstufe der Schule und vieles mehr) zusammenarbeiten.

Brütten, die kleinste der Fusionsgemeinden, hat verglichen mit Bassersdorf-Nürensdorf und Lindau, politisch wie kirchlich eine eher kompakte, mehrheitlich homogene Gemeindestruktur, was auch die Dorfbewohner prägt. Erste Bedenken aus der Kirchgemeinde zur Fusionsabsicht liessen darum nicht lange auf sich warten; man befürchtet von den grösseren Kirchgemeinden geschluckt und fremdbestimmt zu werden oder dass das Kirchenleben aus Brütten verschwindet. Diese Bedenken brachten die Vertreter der Kirchenpflege Brütten und deren Pfarrer auch in die Steuergruppe ein, die den Fusionsprozess gestaltet.

Die Anliegen aller Gemeinden, insbesondere die Brüttemer Angst vor einer Fremdbestimmung, wurden von der Steuergruppe sehr ernst genommen: Sie entwickelte deshalb ein Gemeinde-Konzept mit drei sogenannten «Ortskirchen», in denen weiterhin lokale Ansprech- und Pfarrpersonen wirken und unter Einbezug lokaler Freiwilliger ein vielfältiges kirchliches Leben vor Ort gestalten. Die Brüttemer können sich also auch nach der Fusion in «ihrer» Ortskirche zuhause fühlen.

Die Kirchenpflege Brütten freut sich auf den geplanten Zusammenschluss und ist überzeugt, dass mit diesem Schritt das regionale Kirchenleben eine Aufwertung erfährt.
Martin Egli,
Präsident Kirchenpflege Brütten


31. Oktober 2019:

Fahrplan bis zur geplanten Fusion der drei Kirchgemeinden

17. Mai 2020
Urnenabstimmung in den drei Kirchgemeinden über den Zusammenschlussvertrag. Dabei geht es um eine Grundsatzentscheidung: JA oder NEIN für diese Fusion.

10. Juni 2020
Abstimmung an den Kirchgemeindeversammlungen Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten über die neue Kirchgemeindeordnung in jenen Gemeinden, die JA zur Fusion gesagt haben.

1. Januar 2022
Zusammenschluss der Kirchgemeinden und Einsetzung einer Übergangskirchenpflege bis zur Neuwahl der Kirchenpflege im Frühjahr 2022. Die neugewählte Kirchenpflege der fusionierten Gemeinden werden ihr Amt am 1. Juli 2022 antreten.

Voranzeige:

Podiumsanlass
in der Kirchgemeinde Brütten
Donnerstag, 28. November 2019,
um 19.30 Uhr
im Chileträff Brütten oder in der Kirche

Kommen Sie vorbei, diskutieren Sie mit. Nur wenn Sie aktiv mitwirken, bewirkt auch Ihre Stimme etwas.

Die Kirchenpflege Brütten, Pfarrer, Mitarbeiter und Kirchenpfleger aus den anderen beiden Gemeinden, sowie die Projektbegleiterin Barbara Gölz, freuen sich auf Ihre Teilnahme.

3. Oktober 2019:
Kirchgemeinde Lindau – eine Kurve zu viel?

Die Frage – warum mit Lindau – wurde uns von den Mitgliedern der Kirchgemeinde Bassersdorf-Nürensdorf im Anschluss an den Podiumsanlass in Bassersdorf vermehrt gestellt.
Ist der Zusammenschluss mit Brütten und Lindau eine Kurve zu viel? Nein, sicher nicht! Hat Sie Ihr Lebensweg immer ohne Kurven von A nach B geführt? Wohl kaum. Meist sind die Umwege beschwerlicher – doch haben wir nicht gerade in diesen Situationen besonders viel profitiert und etwas dazu gelernt?

Zukünftig wird nicht nur die Anzahl der Mitglieder sondern auch die Vielfältigkeit einer Kirchgemeinde ausschlaggebend sein. Mit den beiden Kirchgemeinden erreichen wir eine gute Grösse und neue Impulse.

In den letzten Jahren konnten wir die Brüttener und die Lindauer genauer kennen lernen und uns gegenseitig in den angebotenen Gottesdiensten und Anlässen besuchen. Die Chemie stimmt in den Kirchenpflegen wie auch im Pfarrteam der drei Gemeinden. Zudem sind unsere Mitarbeiter gewillt, die Herausforderung anzunehmen und ein Miteinander zu ermöglichen. Wir denken ähnlich und doch sehr verschieden – aber wir finden uns, manchmal nach zähen Diskussionen. Das gibt uns ungeahnte Möglichkeiten, neue Projekte in Angriff zu nehmen oder unsere Denkweise auch einmal zu hinterfragen, uns neu auszurichten oder besser ausgedrückt, uns zu verändern und offen, langfristig und vernetzt zu handeln.

Momentan existiert noch keine Verbindung des öffentlichen Verkehrs nach Lindau. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir hier eine Lösung finden, damit alle Gemeindemitglieder in allen drei Gemeinden die angebotenen Anlässe besuchen können.

Sicher ist dieser Zusammenschluss für uns alle, auch für unsere Gemeindemitglieder, eine Herausforderung. Aber nur indem wir diese annehmen und vorwärts schauen, kommen wir weiter und können unseren kirchlichen Alltag aufrechterhalten.

Im Mai entscheiden Sie als Kirchgemeindemitglied der Kirchgemeinden BNLB mit wem wir zusammen gehen – anderenfalls führt die nächste Kurve wahrscheinlich via Zürich.

Rahel Rageth
Präsidentin Kirchenpflege
Bassersdorf-Nürensdorf


Reformation bei uns

In diesem Jahr wird das 500. Reformationsjubiläum mit vielen Veranstaltungen angemessen gefeiert. Aber dabei geht es nicht nur um einen historischen Rückblick, sondern auch darum, dass sich die Kirche ständig weiter reformieren muss. Das grösste «reformatorische» Projekt in der Zürcher Landeskirche ist zurzeit KirchGemeindePlus. Es hat zum Ziel, dass die Kirchgemeinden regional zusammenarbeiten oder sich zu grösseren Gemeinden zusammenschliessen. Vordergründig sieht es so aus, als sei das nur eine Art Verwaltungsreform, die durch den Zusammenschluss von Gemeinden effizientere Strukturen schafft und dadurch hilft, Geld zu sparen. Das ist zwar angesichts des Mitgliederschwunds unvermeidbar, aber im Kern geht es darum, das Leben in der Kirche vielfältiger, lebendiger und attraktiver zu machen.

Wir in Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten sind ja auch intensiv dabei auszuloten, wie wir alle von einer Zusammenarbeit profitieren können. Beteiligt sind die Kirchenpflegen, Pfarrpersonen und Mitarbeitenden in allen Bereichen. Dabei erleben wir Pfarrer und die Pfarrerin es als sehr belebend, dass unser Horizont durch die Begabungen und Perspektiven der Kollegen erweitert wird. Und wir sind uns sicher, dass das bei einem Zusammenschluss auch für die drei Kirchgemeinden ein Gewinn sein wird. Einen Vorgeschmack konnte man zum Beispiel bei unserer gemeinsamen Veranstaltungsreihe zum Thema Spiritualität bekommen.

Aber auch hier in Bassersdorf und Nürensdorf haben wir eine engagierte Kirchenpflege mit vielen neuen Mitgliedern und wir arbeiten mit viel Freude an neuen Ideen, wie das Miteinander, die Spiritualität und überhaupt das Gemeindeleben reformiert und erneuert werden kann.

Ich glaube, es tut sich tatsächlich etwas und wir werden es bald positiv zu spüren bekommen.

Pfarrer Clemens Bieler

Bereitgestellt: 03.10.2019     Besuche: 120 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch